Vor allem für Naturfreunde ist es immer wieder ein besonderes Schauspiel, den Wechsel von Ebbe und Flut zu beobachten. Dem Spiel der Gezeiten auf der Spur zu sein, das zieht sie magisch an. Und wie sich die Natur immer wieder aufs Neue verändert, erlebt der aufmerksame Beobachter, wenn er sich bei Niedrigwasser ins Watt begibt. Es sind Wanderungen in eine einzigartige Landschaft, geprägt von dem Wirken der Gezeiten. Denn gleich zwei Mal am Tag werden diese Gebiete überflutet. Zurück bleibt immer wieder ein anderes Bild. Sand und Schlick in mehreren Ausführungen sind typisch. Sie treten in ganz unterschiedlichen Formen und Größen auf. Das Watt selbst ist oft sehr dunkel und der Boden schwarz gefärbt.

Barfuß im Sandwatt gehen

Wanderreisen im Watt sind spannend und immer auch ein kleines Abenteuer. Die Lust darauf kann einem allerdings schnell vergehen, wenn man mit falschem Schuhwerk unterwegs ist. Hackenschuhe oder Sandalen machen den Ausflug in die Natur zu einer Tortur. Sie sind dazu nicht geeignet. Muschelfelder, Torfstücke, Sand- oder Schlickwatt machen das Gelände so unberechenbar. Bei Sand- und Mischwatt kommen Sie mit gewöhnlichem Schuhwerk noch ganz gut voran, da Sie hier nicht so tief einsinken. Viele laufen auch barfuß im Sandwatt, was sie sogar als angenehm empfinden. Bei den schlammigen Schlickwatten ist es hingegen angebrachter, doch auf festes und geschlossenes Schuhwerk zurückzugreifen.

Statt Gummistiefel enge Neoprenschuhe nehmen

Teilweise ist der Boden bei den Wanderreisen ins Watt derart tief, dass man bis zu den Knien oder der Hüfte einsinken kann. Auch deshalb ist das passende Schuhwerk wichtig. Halbhohe Leinenschuhe oder auch Neoprenschuhe sind besonders geeignet, zumal die Neoprenschuhe den Vorteil haben, dass sie eng anliegen, ein Eindringen von Schlick und Sand nicht zulassen. Außerdem können Muscheln zu Schnittverletzungen führen, wenn ganz oder teilweise auf Schuhe verzichtet wird. Da ist es dann schon sehr unangenehm, wenn man mit dem falschen Schuhwerk unterwegs ist. Dazu gehören übrigens sogar Gummistiefel, wenn sie volllaufen. Zumal die längeren Wattwanderungen drei bis sechs Stunden dauern. Da muss man nicht nur körperlich fit sein, die Ausrüstung in Form des passenden Schuhwerks ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.