Bereits als Kind hat es Sie interessiert, welchen Ring Ihre Mutter trug und wie wertvoll dieser war. Ähnlich war es mit Ketten, Armbändern, Uhren und anderen Accessoires. Dabei ließen Sie nie locker, bis Ihnen Ihre Fragen beantwortet wurden. Das Interesse an wertvollem Schmuck stieg mit den Jahren immer mehr an. Schon als Jugendlicher hatten Sie einen sehr guten Wissensstand, konnten nach einem ersten Praktikum echten von unechtem Schmuck unterscheiden. Spätestens da war für Sie klar, dass Sie diesen Beruf auf jeden Fall einmal ausüben möchten und dafür in die Lehre gehen werden.

Gute Noten und Kreativität

Doch ist der Beruf eines Goldschmieds wirklich ein Traumjob? Sicher lässt sich damit am Ende viel Geld verdienen. Doch aller Anfang ist auch hier schwer. Zunächst müssen die Zensuren in der Schule stimmen, damit die Bewerbung überhaupt Erfolg haben kann. Und Sie sollten nicht nur gute Noten im Fach Mathematik haben, sondern auch kreativ sein. Begabungen in der Kunst sind hier hilfreich. Denn auch sie gehören mit zu den  Grundvoraussetzungen für diesen Beruf, der sehr interessant sein kann und immer wieder Neuheiten in sich birgt. Seit einiger Zeit ist vor allem der Gold an- und -verkauf bei den Kunden sehr beliebt. Dazu gibt es vielerorts sogar gesonderte Veranstaltungen. Sie finden außerhalb der Ladenöffnungszeiten statt.

Viel Handwerksarbeit wird nicht immer belohnt

Es ist aber nicht nur der Verkauf von teurem Schmuck, zu dem zweifellos auch edler Perlenschmuck gehören kann, der den Beruf eines Goldschmieds beinhaltet. Zum Alltagsgeschäft gehört noch weitaus mehr. Es ist vor allem handwerkliche Arbeit, die diesen Job auszeichnet. Folgende Arbeiten sind mit hohem zeitlichem Aufwand verbunden:

  •  Gravuren auf Ringen oder Ketten
  •  das Kürzen von Armbändern
  •  das Schleifen von Ringen
  •  das Verarbeiten von Gold.

Diese Arbeiten erfordern vollste Konzentration. Zeit und Aufwand lassen sich aber nicht immer in bare Münze umwandeln. Längst nicht alle Kunden hätten dafür Verständnis, wenn der Schmuck dadurch noch teurer würde. Vielfach könnten sie das dann nicht mehr bezahlen. Der Goldschmied bliebe auf einem Großteil seiner Ware sitzen und hätte am Ende auch nichts dabei gewonnen. Er muss einen Preis wählen, der seiner Arbeit gerecht wird, die Kunden aber nicht verprellt.