In fast allen Kulturen werden Perlen besondere Kräfte nachgesagt. Außerdem stehen Sie häufig für Reinheit, Liebe und Fruchtbarkeit. Angesichts der Seltenheit und Schönheit von Naturperlen ist dies auch kein Wunder. In diesem Artikel erfahren Sie, die unterschiedlichen Bedeutungen von Perlen in den großen Weltreligionen.   Außerdem erfahren Sie, wie es dazu kam, dass 1996 die angeblich heilbringende Kette „Perlen des Glaubens“ erfunden wurde.

Die Bedeutung von Perlen in den verschiedenen Religionen

Im Hinduismus werden Perlen mit den Kräften des Mondes verbunden. Perlen stehen für Liebe und Reinheit. Nach hinduistischen Überlieferungen soll der Gott Krishna die erste Perle entdeckt haben. Aus diesem Grund beginnen die Meditationsketten immer mit der Krishna Perle. Von Perle zu Perle werden die so genannten Chanten durchgeführt. Dies sind hinduistische Gebete. Auch im Christentum symbolisieren Perlen Reinheit und Liebe. Außerdem sollen Perlen Fruchtbarkeit bringen. Sowohl im Hinduismus wie auch im Christentum tragen Bräute deshalb traditionell Perlenketten auf ihrer Hochzeit. Eine noch größere Bedeutung besitzen Perlen im Islam. Im Koran wird erwähnt, dass Perlen eine der wertvollen Belohnungen im Paradies sind. Im Islam symbolisieren Perlen Vollkommenheit.

Perlen des Glaubens Kette

1996 wurden die so genannten „Perlen des Glaubens“ Kette von dem schwedischen Bischof Martin Lönnebo erfunden. Er gehört der evangelischen Kirche an. Aufgrund eines starken Sturms saß der Bischof mehrere Tage auf einer griechischen Insel fest. In dieser Zeit entwarf er die Perlen des Glaubens. Es ist ein Armschmuck, das aus 18 Perlen besteht. Jede einzelne Perle wird eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben. Das Armband soll einen Rettungsring symbolisieren. Zu jeder einzelnen Perle wird ein zur Bedeutung passendes Gebet gesprochen. Den Anfang und das Ende der Kette bildet eine große goldene Perle. Sie wird die Gottesperle genannt. Nach einigen Jahren verbreitete sich die Erfindung von Lönnebo auch in Deutschland.