Dessous, reizvolle Wäsche, die vor allem die Vorzüge der Frau hervorhebt. Modisch sollte es dabei auch sein. Denn wer mag schon wirklich Baumwollunterwäsche die am Bauchnabel endet? Diese halten wahrlich warm und praktisch sind sie auch, aber wirklich sexy wohl nicht.

Wenn ich in ein großes Kaufhaus schlendere und in die Unterwäschenabteilung ankomme, erwartet mich eine Fülle an Dessous und nicht nur der Standard ist hier vertreten. So finde ich neben bequemen Miederhosen und einem sehr nützlichen Sport-BH auch knackige Strings mit passenden Korsett von z.B. Passionata. Farbenvielfalt ist bei der Wäsche unter der Wäsche angesagt. Doch klassisch siegt immer, das kleine Schwarze mit Spitze oder das wilde Rote mit Schnürchen zum langsamen Öffnen, sind immer noch angesagt.

Doch bei all dieser Auswahl, frage ich mich, ob all diesen Stoff braucht, um wirklich sexy zu sein. Da muss ich mit einem klarem Ja antworten. Denn was bietet so ein Baumwollslip mit Snoppymotiv, klar es ist absolut bequem, aber so ein verspieltes Panty mit Spitze, dass finde ich ganz angenehm und ich fühle mich auch mit Turnschuhen und lässiger Diesel Jeans absolut attraktiv. Für mich steht eindeutig fest, Dessous sind nicht nur da, um Männerträume zu verwirklichen.

Die Corsage und ihre Geschichte

Der Begriff Corsage wird heute mit sexy Unterwäsche verbunden, die das Dekolleté auf eine ansprechende Weise hervorhebt. Dabei hat das Korsett eine lange Tradition. Bereits im 15. Jahrhundert trug man die enganliegenden Oberteile. Damals sprach man allerdings noch von einer Schnürbrust und wurde als steifes Oberteil in der Mode getragen.

Das änderte sich erst im 18. Jahrhundert. Vor dieser Zeit gibt es nur wenige Belege über die damalige Mode. Ab 1730 werden die Corsagen vorne oder hinten geschnürt und daraus entwickelte sich dann auch die Trachtenmode aus dem süddeutschen Raum. Seltener anzutreffen waren Korsetts mit Ösen und Hacken. Um die Versteifung des besonderen Oberteils zu erreichen wurde noch bis ins 19. Jahrhundert dafür Fischbeinknochen verwendet.
Die Mode und die Form änderten sich immer wieder. So war es ein paar Jahrzehnte lang schick, die Brüste gegeneinander zu drücken, ein anderes Mal wurde es derart mit der Schnürung übertrieben, dass eine so genannte S-Form im Rücken entstand.

Erst um 1920, als die Emanzipation der Frau langsam erste Züge annahm, verschwindet die Corsage als modisches Muss und wurde zu einem erotischen Accessoire.